Die Spielzeit 2010/2011 im Rückblick: Viel Abwechslung, vom Bauernstück bis zur Boulevard-Komödie

 So, jetzt ist`s geschafft: Die Spielsaison 2010/2011 der Volksbühne Neubiberg-Ottobrunn ist zu Ende. Für die Schauspieler und Regisseure, SchminkerInnen und Souffleusen, Inspizientinnen und Bühnentechniker sowie für alle anderen Mitglieder ist jetzt erst mal Sommerpause.  Na ja, nicht ganz. Zwar gibt es bis Oktober keine Aufführungen, aber die neue Spielzeit muss ja vorbereitet werden: wieder fünf Stücke besetzen mit Aktiven vor und hinter der Bühne, Termine koordinieren, und, und, und.

Allen Beteiligten kommt es dabei vor allem darauf an, das anerkanntermaßen hohe Niveau zu halten oder sogar noch zu steigern. Keine leichte Aufgabe, besonders nach der abgelaufenen, sehr erfolgreichen Saison, in der die Volksbühne ein wirklich breites Spektrum des Volkstheaters abgeliefert hat. Ein kleiner Rückblick: 

Oktober: „Der verkaufte Großvater“, ein Klassiker

Oh ja, diese bäuerliche Groteske ist wahrlich schon oft gespielt worden, von nahezu allen bayerischen Profi- und Laienbühnen. Mit frischem Schwung und vielen neuen Ideen beweist das Volksbühnen-Ensemble um den grandiosen Großvater Horst Weinmann aber, dass auch was Altes sehr, sehr viel Vergnügen bereiten kann.

November: Ein Hauch von Boulevard in „Ausgerechnet Du“

Ein aberwitziges Versteck- und Verwirrspiel in einem klasse Bühnenbild lassen einem begeisterten Publikum kaum Zeit zum Luftholen. Zahllose Pointen und ein kleines, aber feines Team in höchster Spiellaune entlässt die Zuschauer mit einem fröhlichen Lächeln im Gesicht in die kalten November-Nächte. 

Dezember/Januar: Stunde der Komödianten bei
„Liebe & Blechschaden“

Zum Jahreswechsel widmet sich ein großartiges Team den diffizilen Fragen des menschlichen Zusammenlebens. Wer hat in der Ehe die Hosen an? Wer traut wem wie viel Schlechtes zu? Wie löst man Liebeswirren und besiegt die Eifersucht?  In den turbulenten Aufführungen waren übrigens die „guten Geister“ hinter der Bühne nicht weniger beschäftigt als die Schauspieler.

Februar: Beim „Diplom-Bauernhof“ bleibt kein Auge trocken

Ein zweistündiges Gag-Feuerwerk voller Situationskomik, brillanten Dialogen und wirklich guten Einfällen. Schauspieler und zeigen eine unglaubliche Dynamik und eine unbändige Lust an der Komödie. Der Zuschauer ist gleich mitten drin im Geschehen und klopft sich vor lauter Lachen die Schenkel wund.

April: Geschichtsunterricht mit „Glenn Miller & Sauschwanzl“

Ein herrliches Stück, mit wunderbaren Dialogen und viel Humor, aber auch Geschichtsbewältigung mit Tiefgang und unglaublicher Detailtreue. Wo hat man das Nachkriegsdeutschland schon einmal so  nahe gebracht bekommen? Wann das Schicksal von Spätheimkehrern, Vertriebenen und Ausgebombten im wunderbaren Wechsel zwischen knalligem Humor und ernsten Momenten so intensiv bestaunen können? Ein Highlight nicht nur der vergangenen Saison, sondern sicherlich der letzten Volksbühnen-Jahre!

 

 

Insgesamt waren wieder dutzende verschiedene SchauspielerInnen, sowie das gesamte Volkbühnenpersonal hinter, unter und neben der Bühne in den fünf Stücken im Einsatz, um fast 10.000 Zuschauern eine Freude zu bereiten. Wir alle bedanken uns bei den Besuchern, die uns schon jahrelang die Treue halten, aber auch bei den vielen neuen Gästen. Wir hoffen, Sie auch in der kommenden Saison ab Oktober wieder im Leiberheim unterhalten zu dürfen! Und versprechen Ihnen schon heute beste Unterhaltung, jede Menge Abwechslung und Volkstheater auf hohem Niveau.